Mona Laubner-Knapstein im Gespräch mit dem Tänzer David Kwiek über seine Passion zum TAnz und das Schulprojekt "Mannheimer Schule 2.0"

   

Sie tanzen als mehrfacher Welt- Europa- und deutschen Meister im Locking und Popping mit Ihrem klassischen Tanzpartner-Pendant Norbert Steinwarz für das KKO an Schulen. Warum?

DK: Dass Musik Kindern und Jugendlichen gut tut, Sinne, Geist und Persönlichkeit stärkt, haben wir alle schon einmal erfahren. Es hat einen positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung und stärkt die Konzentrationsfähigkeit und soziale Kompetenz. Jeder Auftritt in den Schulen zeigt uns wie die Kinder und Jugendliche immer wieder die Möglichkeit zu bieten, mit Musik in Berührung zu kommen.

Wie gefällt Ihnen die Mischung?

DK: Diese Mischung aus Urban Dance und Ballett, kombiniert mit klassischer Musik und dem eigenen Tanzerlebnis der Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester bilden eine perfekte Verbindung. Hier ist Klassik auf einmal hip und cool.

Wann haben Sie denn mit dem Tanzen angefangen?

DK: Als ich 15 Jahre war sah ich eine TV Reportage über eine Breakdance Gruppe in Mannheim.

Wie bekamen Sie denn Kontakt zu dieser Szene?

DK: Mir war klar in der Tanzschule lässt sich das nicht erlernen. Das lernt man nur auf der Strasse, indem man sich mit Leuten austauscht und sich gegenseitig neue Bewegungen beibringt.

Hat sich das mittlerweile verändert?

DK: In den Tanzschulen werden viele Formen von Street Dance erst seit drei oder vier Jahren angeboten und auch eher selten.

Und wie ging es dann weiter?

DK: Es folgten kleinere Auftritte und der Beitritt zur Tanzgruppe „Physical Funk“. Hier bin ich immer noch aktives Mitglied. Wir waren anfangs mehrfacher deutscher Meister. Um an Wettbewerben teilzunehmen tourten wir durch ganz Europa und mehrmals als in Las Vegas.

Und wie sind Sie dann in die Mannheimer Tanzschule Lamadé gekommen?

DK: Christiane Lamadé mochte unsere Arbeit und wollte uns unterstützen und damit war der Grundstein gelegt. Mittlerweile unterrichte ich dort fast 30 Schüler/innen.

Sind Sie denn jetzt nach Ihrem Auftritt beim RTL Supertalent am Ziel Ihrer Wünsche?

DK: In Asien ist Street Dance viel verbreiteter und wenn man da gewinnt hat man es geschafft. Doch eigentlich möchte ich aus Mannheim nicht weg. Lieber hier Street Dance bekannter machen und die Mannheimer wieder zum Tanzen bringen.

Danke für das Interview