Chefdirigent Johannes Schlaefli

Johannes Schlaefli wurde 1957 in der Schweiz geboren und absolvierte nach seiner Schulausbildung zunächst ein Oboenstudium an der Musikakademie Basel, das er 1981 mit Auszeichnung abschloss. Bereits zu dieser Zeit entwickelte sich das Dirigieren zunehmend zu seinem musikalischen Hauptbetätigungsfeld, wobei er in Kursen und privater Zusammenarbeit wichtige Impulse von den Dirigenten Erich Schmid, Mario Venzago, Leonard Bernstein, Bernard Haitink, David Zinman und anderen erhielt.

1984 wurde er zum Leiter des Kammerorchesters Basel ernannt, an dessen Aufbau er in den nächsten 15 Jahren maßgeblich beteiligt war. Von 1995 bis 2012 war Johannes Schlaefli zudem Chefdirigent des Berner Kammerorchesters, 1984 übernahm er darüber hinaus die Leitung des Akademischen Orchesters Zürich und später auch die Leitung des Akademischen Kammerorchesters AKO und des Alumni Sinfonieorchesters Zürich.

Gastdirigate führten Johannes Schlaefli bisher zu allen wichtigen Sinfonieorchestern der Schweiz, darunter das Tonhalle-Orchester Zürich, das Berner Sinfonieorchester, das Orchestra della Svizzera italiana oder das Zürcher Kammerorchester.

Auch international ist er ein gern gesehener Gast und stand unter anderem am Pult des Indianapolis Chamber Orchestra, der Hong Kong Sinfonietta, des Orchestra Sinfonica Sao Paulo, der Philharmonia Prag und des Münchner Rundfunkorchesters.

Eine zentrale Bedeutung hat für ihn in den letzten Jahren seine pädagogische Tätigkeit bekommen. Seit 1999 ist Johannes Schlaefli Professor für Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und daneben renommierter Gastdozent zum Beispiel am Royal Northern College in Manchester, dem Ithaca College USA, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, an der Hanns Eisler Universität Berlin, an der Sibelius-Akademie Helsinki oder beim Dirigentenforum des Deutschen Musikrates sowie ein gefragter Mentor in seinen internationalen Meisterkursen. Seit der Saison 2013/2014 setzt Johannes Schlaefli als neuer Chefdirigent des Kurpfälzischen Kammerorchesters die musikalischen Akzente.

Die Presse schreibt begeistert  über Johannes Schlaefli:
Das erlebt man nun wirklich auch nicht alle Tage: Am Ende des vierten Abo-Konzerts des Kurpfälzischen Kammerorchesters applaudierte nicht nur das Publikum, sondern auch das Orchester – und zwar seinem Dirigenten Johannes Schlaefli. Die Musiker wissen, was sie an ihm haben, Schlaefli hat das Orchester deutlich vorangebracht. (Mannheimer Morgen, 28. Januar 2015)
„… und schliesslich Mozart’s B-Dur-Sinfonie KV 319: da zeigte das Orchester unter seinem Chefdirigenten Johannes Schlaefli alles was es kann: von funkelnder Streicher-Eleganz bis zu betörender Klangsinnlichkeit…“
(Mannheimer Morgen 29. Sept. 2014)
 „… alle Einfälle Haydn’s, sämtliche überraschenden Wendungen kostete der Dirigent mit dem flexibel folgenden Orchester genüsslich aus, jedes Detail der Phrasierung wurde zum Ereignis. ... eine so beredte und inspirierende Dirigiergestik wie diejenige Schlaefli’s hat Seltenheitswert.“ (Die Rheinpfalz, 30. Januar 2015)