Chefdirigent Johannes Schlaefli

Johannes Schlaefli ist Chefdirigent des Kurpfälzischen Kammerorchesters und Professor für Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste.

Seine Musikerlaufbahn begann er als Oboist. Das Dirigieren entwickelte sich bald zu seiner hauptberuflichen Tätigkeit, wobei er in Kursen und privater Zusammenarbeit wichtige Impulse von den Dirigenten Erich Schmid, Mario Venzago, Leonard Bernstein, David Zinman, Bernard Haitink und anderen erhielt.

Als Gastdirigent leitete Johannes Schlaefli zahlreiche Orchester wie das Tonhalle-Orchester Zürich, das Musikkollegium Winterthur, das Orchestra della Svizzera Italiana, das Münchner Rundfunkorchester, das Indianapolis Chamber Orchestra, Philharmonia Prag, die Hong Kong Sinfonietta, das Orchester Sao Paulo und viele andere.

Während 15 Jahren war er Leiter des Kammerorchesters Basel und maßgeblich an dessen Aufbau beteiligt. Von 1995 bis 2012 war er Chefdirigent des Berner Kammerorchesters und seit Sommer 2013 nun Chefdirigent des Kurpfälzischen Kammerorchesters.1984 übernahm Johannes Schlaefli die Leitung des Akademischen Orchesters Zürich welches er bis Sommer 2014 betreute; später wurde ihm auch die Leitung des Akademischen Kammerorchesters AKO und des Alumni Sinfonieorchesters Zürich anvertraut.

Eine zentrale Bedeutung hat für ihn in den letzten Jahren seine Tätigkeit als Dirigierlehrer bekommen. Seit 1999 ist er Professor für Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, ab Sommer 2017 „head of teaching“ an der Gstaad Conducting Academy des Menuhin-Sommer-Festivals. Daneben unterrichtet er auch als Gast-Professor an der Juilliard School New York, an der Sibelius-Akademie Helsinki oder beim Dirigentenforum des Deutschen Musikrates sowie an weiteren Musikhochschulen wie Wien, Berlin, Hamburg usw.

Die Presse schreibt begeistert  über Johannes Schlaefli:
Das erlebt man nun wirklich auch nicht alle Tage: Am Ende des vierten Abo-Konzerts des Kurpfälzischen Kammerorchesters applaudierte nicht nur das Publikum, sondern auch das Orchester – und zwar seinem Dirigenten Johannes Schlaefli. Die Musiker wissen, was sie an ihm haben, Schlaefli hat das Orchester deutlich vorangebracht. (Mannheimer Morgen, 28. Januar 2015)
„… und schliesslich Mozart’s B-Dur-Sinfonie KV 319: da zeigte das Orchester unter seinem Chefdirigenten Johannes Schlaefli alles was es kann: von funkelnder Streicher-Eleganz bis zu betörender Klangsinnlichkeit…“
(Mannheimer Morgen 29. Sept. 2014)
 „… alle Einfälle Haydn’s, sämtliche überraschenden Wendungen kostete der Dirigent mit dem flexibel folgenden Orchester genüsslich aus, jedes Detail der Phrasierung wurde zum Ereignis. ... eine so beredte und inspirierende Dirigiergestik wie diejenige Schlaefli’s hat Seltenheitswert.“ (Die Rheinpfalz, 30. Januar 2015)