Bildquelle: Caroline Doutre

4. Mannheimer Schlosskonzert

Schloss Mannheim, Rittersaal

Im Jahr 2003 besuchte Sélim Mazari die Klavier-Sommerakademie in Nizza, wo er Brigitte Engerer kennenlernte, die den jungen Musiker nachhaltig prägte. Im Jahr 2008 wurde er einstimmig in ihre Klasse am Conservatoire Supérieur de Musique de Paris aufgenommen, wo er bis zu ihrem frühen Tod 2012 von ihr unterrichtet wurde. Im Anschluss absolvierte er einen zweiten Master-Abschluss am Royal College of Music in der Klasse von Dmitri Alexeev in London. London war auch der Ausgangspunkt für eine neue Etappe, geprägt durch sein Treffen mit Avedis Kouyoumdjian, einem Pädagogen und Freund von Brigitte Engerer, der ihn einlud, ihm in seine Klasse an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zu folgen. Mit seinem neuen Mentor erforscht Mazari das große klassische Repertoire unter anderem von Mozart, Beethoven und Haydn und blüht in der Musikhauptstadt voll auf. Als umtriebiger Kammermusiker arbeitet er mit Yo-yo Ma, Henri Demarquette, Natalia Prischepenko, Olivier Charlier und dem Hermès Quartett zusammen. Er tritt unter anderem in der Fondation Louis Vuitton sowie im Rahmen der Festivals Sully und «Roque d'Anthéron» auf.

Mazari wurde beim internationalen Wettbewerb «Ile de France», dem «Piano Campus 2013», dem internationalen Wettbewerb «Collioure» sowie von der «Société des Arts de Genève» ausgezeichnet. Zudem ist er Laureat der SAFRAN-Stiftung für Musik (2014), sowie der «Révélations Classiques de l'ADAMI» (2012). Die «Victoires de la Musique Classique» in Frankreich haben Mazari mit der Auszeichnung «Entdeckung des Jahres» weiter ins Rampenlicht gerückt.
Im Januar 2020 erschien seine erste Solo-CD, die Beethovens Variationen gewidmet ist (einschließlich der formidablen Eroica), aufgenommen in der Salle Molière in Lyon. Dieses Album erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter eine DIAPASON D'OR-Auswahl von ARTE und begeisterte Kritiken (Pianiste, Classica, Concertclassic.com, Artamag', Radio Classique und France Musique, etc). Ein Album mit Duetten mit Sophie Dervaux, Solofagottistin der Wiener Philharmoniker, ist im Februar bei Berlin Classics erschienen. Sélim hat auch an der neuen CD von Joséphine Olech, Reconnect, mitgewirkt, die kürzlich bei Es-Dur erschienen ist. Am Ende der Saison wird er Mozarts Konzerte 12 und 14 mit Paul Meyer und dem Mannheimer Kammerorchester für Mirare aufnehmen. Sie werden mit diesem Programm in der Saison 21/22 auf Tournee gehen.

Im November 2020 wurde er von Daniel Barenboim eingeladen, an seinen Masterclasses über Beethovens Sonaten teilzunehmen, die im Boulez Saal in Berlin aufgenommen wurden.

Demnächst wird er bei Piano à Lyon mit dem Modigliani-Quartett, am Grand Théâtre de Provence mit dem Quatuor Hermès, an der Opéra de Toulon solo und vierhändig mit dem Pianisten Adi Neuhaus, beim Chopin-Festival in Bagatelle und beim Festival in Mougins auftreten, in der Klavierscheune von Chassignolles, bei den Jeudis musicaux de Royan, in der Scheune von Meslay, in La Roque d'Anthéron, bei Chopin à Nohant, beim Festival de Radio-France in Montpellier, bei den Rencontres Musicales d'Evian, etc. In der Saison 2021/2022 eine Recital-Tournee mit Augustin Dumay, eine Zwei-Klavier-Tournee mit Tanguy de Williencourt und die Zusammenarbeit im Klavierquartett mit dem Arnold Trio.

Paul Meyer zählt nicht nur zu den herausragenden Klarinettisten weltweit und konzertiert regelmäßig mit den großen Orchestern in Europa und den USA, in Fernost und Australien, seit 1988 ist er parallel zu seiner solistischen Karriere auch international als Dirigent tätig. Er ist Gründer des Orchestre de Chambre d'Alsace, war Assistent von John Crewe beim Northern Junior Philharmonic in England und wurde 2007 von Myung Whun Chung zum „Associate Chief Conductor" des Seoul Philharmonic Orchestra ernannt, dessen internationales Profil er vor allem mit französischem Repertoire und Werken von Roussel, Dukas und Saint-Saëns prägte. Paul Meyer ist Mitbegründer der dortigen Orchesterakademie für junge Nachwuchs-künstlerinnen- und künstler. Von 2009 bis 2012 war Paul Meyer Chefdirigent des Tokyo Kosei Wind Orchestra und arbeitet seither mit namhaften Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre Philharmonique de Nice, l'Orchestre National de Bordeaux, den Hamburger Sinfonikern, dem Royal Flemish Philharmonik, Tokyo Philharmonic Orchestra, Danish Symphony Orchestra oder auch dem China Philharmonic. Sein bisheriges künstlerisches Schaffen ist auf mehr als 50 CD-Einspielungen bei führenden Labels dokumentiert, darunter DGG, Sony, RCA, EMI und Virgin; hierfür wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeich-net wie z.B. Fono-Forum, Diapason d'Or, Choc du Monde de la Musique, Gramophon und Grammy Awards. Nennenswert sind für uns vor allem seine Einspielungen als Dirigent mit der Camerata Padova (Klavierkonzerte von Mozart und Haydn mit JM Luisada), mit dem Royal Philharmonique de Liège (Werke von Darius Milhaud) dem Brussels Philharmonic (Werke von Corigliano & Carter), mit der Staatskapelle Weimar (Cellokonzert Elgar & Walton) sowie Hornkonzerte verschiedener Epochen mit dem Stuttgarter Kammerorchester und die hocherfolgreiche CD „Bolero de Meyer" mit dem Tokyo Kosei Orchestra. Preisgekrönt ist seine Reihe von Play & Conduct-Einspielungen mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne.
In der Reihe der von Paul Meyer bisher dirigierten Kammerorchester seien hier nur folgende genannt: Orchestre de Chambre de Paris, Scottish Chamber Orchestra, English Chamber Orchestra, Stockholm Cham-ber Orchestra, Prague Philharmonia, Prager Kammerorchester, Sinfonia Varsovia, Stuttgarter Kammerorchester sowie das Münchner Kammerorchester.
2012 verlieh der französische Staat Paul Meyer für seine bisherigen musikalischen Verdienste die höchste kulturelle Auszeichnung des „Commandeur de l'Ordre des Arts et des Lettres".
Im Herbst 2018 wurde Paul Meyer einstimmig in der Nachfolge von Johannes Schlaefli zum neuen Chefdirigenten des Kurpfälzischen Kammerorchesters gewählt, in dessen Händen nun ab der Spielzeit 2019/2020 die künstlerische Entwicklung des traditionsreichen Klangkörpers liegen wird.

22. Januar 2022
Samstag 19:00 Uhr
23. Januar 2022
Sonntag 18:00 Uhr

"Das Meisterwerk..."

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Klavierkonzert A-Dur KV 414
Klavierkonzert Es-Dur KV 449

Louis Théodore Gouvy (1819-1898)
Serenade Es-Dur op. 11

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550